Während FinTechs in den Anfangsjahren von Banken noch als Wettbewerb empfunden wurden, mehren sich die Kooperationen zwischen etablierten Finanzdienstleistern und Startups – sogar häufig in strategisch wichtigen Bereichen. Dadurch kann die Finanzbranche schnell auf neue Marktbedürfnisse reagieren und holt sich eine Start-up-Kultur – Kreativität, Marktnähe und Agilität – ins Haus.

Der Finanzsektor braucht smarte Lösungen, um dem digitalen Wandel gerecht zu werden und ihn gleichzeitig voranzutreiben. Ein großes Ziel, das bei der Suche nach neuen Kooperationen im Vordergrund steht, sind innovative Lösungen, die das Serviceangebot von Banken strategisch sinnvoll ergänzen. Die Bankkunden, die Finanzdienstleitungen nutzen, erwarten ein sicheres und flexibles Banking, das zu jeder Tages- und Nachtzeit von überall auf der Welt aus verfügbar ist. Für Banken führt also kein Weg daran vorbei, an der Customer Experience zu feilen, um Mehrwert stiftende Produkte, transparent und einfach erklärt, anzubieten. Die Zeit für disruptive Finanzlösungen ist reif und Deutschlands FinTechs haben sie im Gepäck.

FinTech-Szene in Deutschland

In Deutschland gibt es 793 FinTech-Start-ups (Stand Ende September 2018). Das geht aus der FinTech-Studie hervor, die comdirect jedes Jahr in Auftrag gibt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 haben sie zusammen über 778 Millionen Venture Capital generiert. Vorreiter in Bezug auf Transaktionen sind jedoch nach wie vor die Länder China und USA, sowie Großbritannien und Japan. Deutschland belegt im weltweiten Vergleich damit den fünften Platz.

Teamwork ist der Erfolgsgarant

Ein gutes Team ergänzt sich. Und so ist es auch bei Kooperationen zwischen FinTechs und Banken. Die FinTech-Kooperationsstudie 2018 „Kooperieren statt konkurrieren“ von PwC Deutschland zeigt auf:

“88 Prozent der Banken haben Kooperationen mit FinTechs fest in ihrem strategischen Plan verankert.”

Und das hat einen Grund – Kooperationen dieser Art haben das Potenzial, das Beste aus beiden Welten zu vereinen. FinTechs bringen die typische Start-up-Kultur mit: Schnelligkeit, Flexibilität, Agilität und Marktnähe. Die Banken hingegen besitzen das Vertrauen der Kunden, finanzielle Ressourcen und eine große Kundenbasis, die es braucht, um mit einer neuen Lösung schnellstmöglich Relevanz am Markt zu erreichen. Zusammen kann somit eine perfekte Symbiose entstehen.

Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg

Die sich gegenseitig positiv ergänzenden, jedoch von Grund auf verschiedene, Kulturen können allerdings auch zu Herausforderungen in der Zusammenarbeit führen. Die regulierte und organisationskomplexe Bankenwelt prallt auf FinTechs, denen nichts schnell genug gehen kann. Wenn sich beide Seiten jedoch Vertrauen entgegenbringen, überwiegen die Vorteile einer Zusammenarbeit. Die obengenannte PwC-Studie ordnet mögliche Ergebnisse aus Kooperationen wie folgt ein:

“FinTechs profitieren von einer steilen Lernkurve. Dies kommt wiederum den FinTech-Lösungen zugute.”

Und davon profitieren beide Kooperationspartner, denn die entwickelten Produkte setzen wertvolle Impulse für das bestehende Bankgeschäft. Um diese bestmöglich zu nutzen, müssen die Banken den FinTechs auf Augenhöhe begegnen und sie als gleichwertige Partner betrachten.

Unser Best-Practice-Beispiel

Essentieller Treiber für Kooperationen zwischen Banken und FinTechs ist der digitale Wandel. FinTechs werden mit ihm zum Innovationspartner für Finanzinstitutionen aller Art. Die Tendenz für Kooperationen zwischen Banken und FinTechs wird in den nächsten drei bis fünf Jahre weiter ansteigen. Dabei prägt das Verhalten der Kunden die Richtung des digitalen Wandels maßgeblich und FinTechs haben die sich veränderten Bedürfnisse oft schon längst erkannt. Das wichtigste Element der Innovation, das FinTechs in den Wertschöpfungsprozess der Banken einbringen, ist deshalb ihre Marktnähe. Diese wird zur Basis innovativer Dienstleistungsprozesse, die die FinTech-Szene anbietet.

Bei der Kooperation zwischen comdirect und AUTHADA ist das ähnlich: comdirect bietet ihren Kunden ab sofort die sekundenschnelle Identifizierung von AUTHADA an. Damit ist comdirect die erste Direktbank, die auf AUTHADAs White-Label Software setzt. Die Identifizierungslösung von AUTHADA ist komplett in die App und das Corporate Design der comdirect integriert. Mit dieser Integration erlaubt comdirect ihren Kunden, sich besonders schnell, sicher und medienbruchfrei zu identifizieren. Für den Nutzer, der ein Depot bei comdirect eröffnet, bedeutet das, er kann sich innerhalb von Sekunden mit der Lösung von AUTHADA in der comdirect App identifizieren. Wie der komplette Service von comdirect selbst, ist auch die Fernidentifizierung zu jeder Tages- und Nachtzeit von überall aus verfügbar. Der Nutzer benötigt für die digitale Identifizierung lediglich seinen elektronischen Personalausweis, die dazugehörige sechsstellige PIN und ein NFC-fähiges Android-Smartphone oder -Tablet. Start-ups der FinTech-Szene haben sich in den vergangenen Jahren oft einen Vorsprung in Bezug auf das Thema Kundenservice erarbeitet. Banken können damit vom Input zu kundennahen Technologien durch FinTech-Startups profitieren: comdirect zeigt sich mit der Lösung von AUTHADA als Innovationstreiber und nutzt nicht nur eine disruptive Lösung für eine optimierte Customer Experience, sondern erfüllt gleichzeitig auch alle Anforderungen im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) und des Geldwäschegesetztes (GwG) mit der Identifizierungslösung.

Hier geht es zum Handelsblatt-Artikel zum Go-live mit der comdirect bank AG.