Alle Jahre wieder steht Weihnachten vor der Tür und löst den größten Boom des Jahres für Online-Shopping aus. Doch wussten Sie, dass beim Stöbern und Kaufen in Online-Shops oft massig persönliche Daten preisgegeben werden?

Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) erzielen Internet-Händler in den Monaten November und Dezember rund 25 Prozent ihres jährlichen Umsatzes. Der Verband geht in seiner jährlichen Studie für 2018 von einem Weihnachtsumsatz von rund 13,4 Milliarden Euro aus. Verglichen zum Vorjahr bedeutet das eine stattliche Steigerung von 9,8 Prozent. Doch das Jahresende bedeutet nicht nur die Hochsaison für den Handel, sondern auch für Cyber-Scams.

Cyber-Scamming – was ist das?

Der englische Ausdruck „scam“ bezeichnet ein Betrugsszenario im Internet mit dem Ziel, an persönliche Daten und schlussendlich an Geld von nichts ahnenden Nutzern zu gelangen. Dafür werden diese gezielt psychologisch beeinflusst. Man bezeichnet diese Manipulation auch als eine Form des Social Engineerings, denn die Botschaften sind so formuliert, dass sie Nutzer emotional ansprechen und sie zum Handeln auffordern. Scams werden meist per E-Mail oder soziale Netzwerke verbreitet aber auch Online-Shops sind davon betroffen.

In einer Welt, die sich immer stärker online verknüpft, gewinnen persönliche Daten, mit denen digitale Identitäten manipuliert werden können, an Wert. Aus diesem Grund bilden sich regelrechte Geschäftsmodelle rund um den Diebstahl von wertvollen Nutzerdaten im Internet. Sie werden dann unter anderem für Scamming-Attacken verwendet und der Nutzer erhält zum Beispiel eine E-Mail, die ein Fake-Angebot beinhaltet, in dessen Falle er tappen soll. Doch nicht nur das unbeabsichtigte Kundtun persönlicher Daten an Scammer ist ein Problem im Netz. In vielen Fällen geben Kunden in Online-Shops hochsensible Daten preis. In fast allen Online-Shop-Accounts befinden sich neben der privaten Adresse auch Informationen zur Kreditkarte und dem Kaufverhalten. Deshalb gilt es, grundlegende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und die Konsequenzen des Preisgebens persönlicher Informationen im Netz zu reflektieren. AUTHADA hat die fünf wichtigsten Tipps für praktikable Sicherheitsmaßnahmen zusammengestellt, denn für uns ist die digitale Identität das höchste Gut.

1.Sichere Internetverbindung nutzen

Schalten Sie WLAN- und Bluetooth-Funktion aus, während diese nicht benötigt werden. Bei der Nutzung von öffentlichen Wifi-Hotspots empfiehlt es sich, Log-Ins in wichtige Accounts wie Bank- und E-Mail-Konten zu vermeiden. Denn über öffentliche Netzwerke ist es für Hacker um einiges leichter an hochsensible Daten zu gelangen.

2. Online-Händler prüfen

Für Bestellungen und Bezahlungen: sichere Webseiten beinhalten https:// in ihrer URL. Achten Sie beim Stöbern und Bestellen auf dieses Merkmal. Außerdem geben Gütesiegel Aufschluss darüber, wie es um die Sicherheit des E-Shops steht – beim Klick auf das Siegel sollte sich die verknüpfte Seite des Zertifikats öffnen. Bevor man bei einem neuen oder unbekannten Shop bestellt, sollte zudem geprüft werden, ob ein vollständiges Impressum sowie die AGBs und eine Datenschutzerklärung vorhanden sind.

3. Safety first

Obwohl die Mehrzahl der Nutzer theoretisch wissen, wie ein sicheres Passwort aussehen sollte, zählen in der Realität Haustiernamen und der eigene Geburtstag weiterhin zu den beliebtesten Passwörtern. Ein weiteres Problem bildet auch die Tatsache, dass viele Nutzer ein und dasselbe Passwort für diverse Online-Portale nutzen. Wird das Passwort also geknackt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Hacker versuchen, sich auch in andere Accounts mit dem selben Passwort einzuloggen. Als sicheres Passwort gilt daher ein Satz, der mindestens zwölf Zeichen lang ist und eine Zahl oder ein Sonderzeichen beinhaltet. Zudem maximiert es die Sicherheit, für jede Webseite ein neues Passwort zu vergeben.

4. Verschlüsseln ist wichtig

Wer online shoppt, sollte unbedingt darauf achten, dass seine persönlichen Daten immer verschlüsselt übertragen werden. Alle gängigen Browser verwendet dafür eine Technik, die SSL/TLS-Protokoll genannt wird. Ob ein Browser diese Technik verwendet ist übrigens ganz einfach zuerkennen: Die URL https:// enthält das s. Dieses s steht für secure (sicher). Der Online-Shop Ihres Vertrauens sollte dieses Merkmal in seiner URL aufweisen.

5. Regelmäßiges Checken von Accounts

Um potentiellen Scammern keinen Zugriff auf ihre Daten zu ermöglichen, empfiehlt sich ein regelmäßiges Ändern von Passwörtern und Checken eigener Accounts auf verdächtige Hinweise oder Transaktionen. Ein wachsames und misstrauisches Auge gegenüber lockenden Angeboten im Internet ist grundsätzlich nie fehl am Platz.