„Alexa – was ist Cybersecurity?“ Bei all dem Komfort, den sprachgesteuerte Assistenten wie Alexa, Siri und Co. in die eigenen vier Wände bringen – die Angriffsfläche für Cyberattacken rückt mit ihnen bis ins eigene Wohnzimmer vor.

Immer mehr smarte digitale Helfer erleichtern uns die alltäglichen Dinge auch im privaten Leben. Smart-Home-Geräte stehen da nur beispielhaft für eine Digitalisierung all unserer Lebensbereiche. Spätestens mit Sprachassistenten im eigenen Wohnzimmer erlangt der Aspekt Cybersicherheit deshalb eine ganz neue Bedeutung: Cybersecurity ist ein Thema, mit dem sich Großkonzerne genauso beschäftigen müssen, wie auch die Politik und letztlich jeder einzelne Bürger. Doch was steckt hinter dem Begriff Cybersecurity?

Die Welt der Cybersecurity ist groß

In den Themenbereich Cybersecurity fallen unzählige Aspekte – aus diesem Grund lohnt sich zunächst ein kurzer Blick auf eine Definition nach dem Gabler Wirtschaftslexikon:

„Cybersecurity oder IT-Sicherheit ist der Schutz von Netzwerken, Computersystemen, cyber-physischen Systemen und Robotern vor Diebstahl oder Beschädigung ihrer Hard- und Software oder der von ihnen verarbeiteten Daten sowie vor Unterbrechung oder Missbrauch der angebotenen Dienste und Funktionen. Bei den Daten handelt es sich sowohl um persönliche als auch um betriebliche (die wiederum persönliche sein können).“

Cybersecurity umfasst, kurz gesagt, eine Sammlung von Maßnahmen wie beispielsweise Richtlinien und Konzepte, die eine Gefährdung von IT-Infrastrukturen verhindern sollen – sowohl im privaten Leben als auch am Arbeitsplatz. Dass man sich mit dem Thema auf jeden Fall auseinandersetzen sollte, zeigt nicht nur die extreme Vielfalt der Lebensbereiche, die vom Thema betroffen sind, sondern auch die steigende Zahl der Cyberangriffe in den vergangenen Jahren.

Die Zahl der Angriffe wächst proportional zur Internetnutzung

Wir sind noch lange nicht in einer voll digitalisierten Welt angekommen, jedoch bereits auf dem besten Weg dorthin und eines steht fest: mit jedem Schritt in diese Richtung steigt auch die Zahl der Cyberangriffe. Eine genaue Summe der ausgeübten Angriffe ist nur schwer zu schätzen, denn oft bleiben Vorfälle zunächst unbemerkt oder werden gar nicht identifiziert. Viele Unternehmen entscheiden sich auch dagegen einen Cyberangriff öffentlich zu kommunizieren, weil sie befürchten, dem eignen Image zu schaden. Dennoch erfahren wir fast täglich von neuen Datenskandalen und Cyberattacken in den Nachrichten. Fakt ist, die Anzahl der Angriffe steigt: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schreibt in seiner Studie „Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2018“, dass weit über 800 Millionen Schadprogramme existierten. Besonders beängstigend ist dabei das Ausmaß der Vielfalt, das die Schadprogramme umfasst, denn es werden ebenso vielfältige Maßnahmen erforderlich, um ihnen entgegenzuwirken. Täglich wächst die Zahl der verschiedenen Varianten um rund 390.000 neue an. Während diese Zahlen zunächst wenig greifbar klingen, machen sie unweigerlich deutlich, wie wichtig Cybersecurity-Maßnahmen schon heute sind und vor allem in Zukunft sein werden. Laut einer Studie der Bitkom beläuft sich allein der entstandene Schaden als Folge digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage und Datendiebstahl in den vergangenen zwei Jahren auf 43,3 Millionen Euro (Tendenz deutlich steigend). Ein Ausmaß, das für Unternehmen durchaus zur ernsthaften Gefahr werden kann.

Neue Lösungen müssen her

Ein kurzer Blick darauf, welchen Einfluss Cyberangriffe bereits haben, macht deutlich: Es bedarf dringend disruptiver Lösungen, die Angreifern den Kampf ansagen und für mehr Sicherheit im Netz sorgen – sowohl im privaten Umfeld als auch in Unternehmen und öffentlichen Infrastrukturen. Zahlreiche dieser Lösungen für eine ganze Bandbreite an Prozessen, die mehr Cybersicherheit erfordern, gibt es schon jetzt. Zum Großteil stammen sie aus den Ideenschmieden von Startups, die sich mit ihren entwickelten Technologien und Geschäftsmodellen auf bestimmte Cybersecurity-Themen spezialisieren. Cybersecurity-Startups werden zu Experten auf ihrem jeweiligen Fachgebiet und zielen mit ihren maßgeschneiderten Lösungen zum Teil auf ganz bestimmte Branchen und Funktionen ab. Die Zahl der entsprechenden IT-Startups ist im deutschsprachigen Raum von 2014 bis 2018, nach Schätzungen laut gruender-szene.de, um über 250 Prozent gestiegen – die Szene boomt. Doch warum sind es gerade kleine Startups, die die Sicherheitsbranche zu revolutionieren scheinen? Die Antwort ist einfach: Vor zehn bis 15 Jahren gab es nur einen Bruchteil der heutigen Angriffe. Das Thema Cybersecurity existiert zwar nicht erst seit gestern, doch der Bedarf nach sicheren Prozessen, mit dem eine ganz neue Branche einhergeht, ist vor allem mit dem exponentiellen Wachstum der digitalen Vernetzung der letzten Jahre aufgekommen. Mit ihm geht die Entwicklung einer ganzen Branche, die eine komplette Bandbreite an neuen Geschäftsmodellen für mehr Sicherheit im Netz bietet, einher.

SecureTech – Eine neue Branche steht in den Startlöchern

Ein guter Überblick über die Vielfalt der Startups im Bereich Cybersecurity findet sich hier. Eine große Anzahl der aufgelisteten Startups fokussiert sich zum Beispiel auf Lösungen im Bereich der Informationssicherheit. Disruptive Lösungen reichen dort von der Entdeckung von Cyberangriffen bis hin zu Präventionsmaßnahmen, um genau solche zu verhindern. Aber vor allem auch die digitale Identifizierung ist ein Thema von großer Relevanz und entsprechende Softwarelösungen damit hoch im Kurs. Aus der Ideenschmiede von AUTHADA stammt eine Lösung zu diesem zentralen Problem aus dem Bereich Cybersecurity: der sicheren Identifizierung digitaler Identitäten. Mit diesem Aspekt sollte sich nicht nur jeder private Nutzer auseinandersetzen, sondern auch Unternehmen und staatliche Behörden. Dabei kommen schnell weitere Fragen auf: Wer trägt beim Thema Cybersecurity denn eigentlich welche Verantwortung? Ein Thema das unzählige Herausforderungen mit sich bringt. Es lohnt sich ein näherer Blick – mit AUTHADA: Die Lage der Cybersicherheit in Deutschland