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Wenn die Anzeichen nicht täuschen, dann stehen wir kurz vor einer neuen Kommerziellen Revolution. Die erste große kommerzielle Revolution ereignete sich nach Aussage des französischen Historikers Jacques Le Goff zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. Dabei übernahmen die neu entstandenen Städte eine Schlüsselrolle. Sie waren Verkehrsknotenpunkte und Lebenszentrum in einem. Diese Funktion hat in der Digitalmoderne das Internet übernommen. Die neuen Handelsrouten, die neuen Gewürzstraßen sind die Open APIs, Programmierschnittstellen, welche bestimmte Services der Anwendungslandschaft eines Unternehmens oder einer Bank Dritten gegenüber zugänglich macht.

Weiteren Schub bekommt diese Entwicklung durch PSD2 (Payments Services Directive). Mit dieser Maßnahme verfolgen die Regulatoren das Ziel, elektronische Zahlungen sowie den Datenaustausch für die Verbraucher sicherer und komfortabler zu gestalten. Die EU-Kommission knüpft daran die Hoffnung, dass die Umsetzung der PSD2 die Bildung eines einheitlichen digitalen Markets in Europa (Digital Single Market) befördert. Betroffen sind von dieser Maßnahme neben den Verbrauchern in erster Linie Banken, Zahlungsdienstleister und Fintech-Startups. Künftig können die Verbraucher die Services von Zahlungsauslösedienstleistern und/oder Kontoinformationsdienstleistern in Anspruch nehmen, die sich zwischen Verbraucher und Banken positionieren. In gewisser Hinsicht übernehmen diese neuen Dienstleister die Funktionen, die im Mittelalter die Städte ausgeführt haben. Sie sind einerseits Verkehrsknotenpunkt und andererseits wichtiger Bestandteil des Lebenszentrums der Menschen. Um jedoch die Vorteile eines einheitlichen digitalen Marktes in Europa ausschöpfen zu können, muss das nötige Maß an Sicherheit und Vertrauen zwischen den Beteiligten (E-Commerce-Unternehmen, Banken, Fintech-Startups, Zahlungsdienstleister, Verbraucher) hergestellt werden.

Anders als in der mittelalterlichen Stadt sind sich die Geschäftspartner im Internet in den meisten Fällen nicht persönlich bekannt. Das Vertrauen muss auf andere Weise, mit den Mitteln der Informationstechnologie geschaffen werden. Identifikationstechnologien übernehmen hierbei eine Schlüsselstellung. Sie sorgen dafür, dass die Geschäftspartner sicher sein können, dass die Person, mit der sie es zu tun haben, auch tatsächlich diejenige ist, für die sie sich ausgibt. Der Regulator hat hierfür drei Authentifizierungskategorien definiert:

1. Wissen: etwas, das nur der Nutzer weiß (etwa ein Passwort oder eine PIN)
2. Besitz: etwas, das nur der Nutzer besitzt (etwa ein Token oder eine Smartcard)
3. Inhärenz: etwas, das dem Nutzer körperlich zu eigen ist (wie Gesichtserkennung oder Sprache)

Für die sichere, starke Authentifizierung bei Zahlungen im Internet sind mindestens zwei der aufgeführten Verfahren erforderlich. Künftig wird die Online-Zahlung im Internet in Europa ohne starke Authentifizierung unmöglich sein. Vorteilhaft für Kunden ebenso wie für Unternehmen und Banken ist der Rückgriff auf eine integrierte Lösung, auf eine Plattform, die alle drei Faktoren der starken Authentifizierung unterstützt, wie beispielsweise mittels des neuen Personalausweises (nPA) und Stimmerkennung. AUTHADA hat diese Entwicklung mit seiner mobilen Lösung für die Authentifizierung per nPA und der AUTHADA eVoice Recognition-Technologie antizipiert.