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5 Fragen an Jörg Jessen

Im C + P Spektrum Magazin hat Jörg Jessen, CEO und Gründer der AUTHADA GmbH, fünf Fragen zum Thema PSD2 beantwortet. Mehr...

Wie ist der Einfluss der PSD2 auf die Bankstrategie einzuschätzen?

Die PSD2 wird für die Banken eine deutlich stärkere Bedeutung haben als zum Beispiel die Interchange-Regulierung. Beim Zahlungsverkehr geht es immer um die richtige Balance zwischen Sicherheit und einfachem Zugang. Der Zugang zu den Banksystemen bietet dritten Zahlungsdienstleistern die Möglichkeit, mit den erhaltenen Informationen den Banken selbst Konkurrenz zu machen. Für Banken heißt das, dass sich die Konkurrenzsituation verschärfen und der Vertrieb besonders gefordert sein wird.

 

Welche Änderungen werden die Kunden bemerken, wenn die PSD2 2018 umgesetzt ist – insbesondere im Online-Banking und beim Bezahlen im Internet?

Da es um kontrollierten Zugang geht, werden die Sicherheitsmechanismen, zum Beispiel beim Online-Banking (Chip-TAN-Leser) oder beim Kreditkarteneinsatz im Internet, tendenziell strenger werden. Die Bank muss einerseits absolut sicher sein, dass der Kunde genau die Transaktion auch ausführen möchte, und zum anderen, dass keine unberechtigten Dritten Zugang zum Bankkonto erlangen. Daher bin ich sehr froh, dass die Europäische Bankenaufsicht (EBA) zum Beispiel dem Screen Scraping, das für die kontoführende Bank viel zu unsicher ist, da sie letztendlich für alle Betrugsschäden haftet, sehr kritisch gegenübersteht.

 

Was empfehlen Sie der Genossenschaftlichen FinanzGruppe bei der Umsetzung der PSD2?

Sich einer technischen Entwicklung zu verschließen ist zumeist keine gute Idee. Es geht darum, die richtige Balance zwischen Sicherheit und guter Convenience zu schaffen. Dabei gilt als Faustregel: Eine Bank, die nur auf Convenience setzt, wird bald wegen Betrugsschäden aus dem Geschäft sein; und eine Bank, die nur auf Sicherheit setzt, wird bald keine Kunden mehr haben. Insofern ist zum Beispiel das Projekt KundenFokus 2020 sehr zu begrüßen, das sich mit Fragen der Vereinbarkeit von Sicherheit und Convenience auseinandersetzt.

 

Welche Chancen könnte die PSD2 der Genossenschaftlichen FinanzGruppe bieten?

Die Genossenschaftliche FinanzGruppe hat dann gute Chancen, wenn sie es schafft, weit vorn in der Kundenkette zu stehen. Daher sollten bankeigene Produkte wie girocard, paydirekt etc., aber auch sinnvolle Partnerschaften mit Dritten unbedingt weiterentwickelt werden. Aber auch bei Datenaggregationsdiensten sehe ich Chancen.

 

Wie werden Fintechs als Anbieter auf die PSD2 reagieren?

Diese Unternehmen nutzen die PSD2 schon jetzt, indem sie Spielräume besetzen und in forscher Weise Forderungen stellen, die weit über die Regelungen der PSD2 hinausgehen. Banken sollten diesen Fehler nicht machen und nicht mehr Informationen über ihre Kunden liefern als gesetzlich vorgeschrieben – es sei denn, sie können über einen kontrollierten Zugang zu ihren Systemen einen Vorteil für sich generieren.

 

Lesen Sie das Interview mit Jörg Jessen hier.

FinLab AG beteiligt sich an der Technologiefirma AUTHADA GmbH

Das Darmstädter Technologieunternehmen AUTHADA GmbH erhält von der börsennotierten FinLab AG eine Wachstumsfinanzierung in siebenstelliger Höhe, um die Produktentwicklung und den Vertrieb zu beschleunigen. Mehr...

AUTHADA liest die elektronische Identität (eID) des Personalausweises über die NFC-Schnittstelle des Smartphones aus. Dies ermöglicht die Verifikation der Kundenidentität innerhalb weniger Sekunden anhand von hoheitlich geprüften Stammdaten.

AUTHADA ist eine Ausgründung der Hochschule Darmstadt und beendet mit seiner innovativen Lösung die konventionellen, mühsamen Identifikationswege von PostIdent und Videolegitimation. Durch das Auslesen der elektronischen Identität (eID) des Personalausweises über die NFC-Schnittstelle des Smartphones wird eine mobile und sichere Identifikation von Bestands- und Zielkunden in Echtzeit ermöglicht.

Seit 2009 entwickelten Andreas Plies, Robin Acker und Prof. Dr. Michael Massoth gemeinsam an der Hochschule Darmstadt eine Technologie zur sicheren Authentifizierung, die auch als Patent gesichert wurde. Anfang 2015 wurde die Entwicklung als AUTHADA GmbH ausgegründet und der Kontakt zu dem Ex-Bankvorstand und Business Angel Alfred Möckel (alubi capital) aufgenommen, der später mit einem sechsstelligen Betrag eingestiegen ist. AUTHADA hat bereits mehrere Preise gewonnen, u.a. IKT Innovativ und das Forschungsprogramm EXIST vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

FinLab-Vorstand Stefan Schütze: "Wir freuen uns sehr, mit AUTHADA das nächste Level der Anwenderlegitimation einzuführen. Das Besondere dieser Lösung liegt in dem neuen Verfahren, das bereits heute alle rechtlichen und regulatorischen Anforderungen der europaweit umzusetzenden Zweiten Zahlungsdienstrichtlinie (Payment Services Directive 2 - PSD2) erfüllt. Damit sind wir dem Markt einen deutlichen Schritt voraus."

"Unsere Wahl ist schnell auf die FinLab gefallen, da sie uns nicht nur finanziell, sondern auch operativ sehr gut unterstützen kann", betont AUTHADA Geschäftsführer und Gründer Andreas Plies. "Mit einem starken Partner, der in der Finanzindustrie gut vernetzt ist, werden wir nun die Marktdurchdringung schnell vorantreiben können."

Jörg Jessen, AUTHADA Gründer & Chairman, ergänzt: "Mit dem erhaltenen Kapital bauen wir die Teams für die Märkte Banken und Assekuranz auf, um danach für den E-Commerce, sowie E-Health und E-Government breit genug aufgestellt zu sein. Entscheidend dabei wird der Ausschluss von gefälschten Identifikationen sein, wie sie leider gang und gäbe sind bei bestehenden Legitimationsverfahren über PostIdent und VideoIdent."

SUNday Frankfurt @ Authada GmbH

Liebe SUNler in Frankfurt-Rhein/Main und Umgebung, nach einer längeren Winterpause meldet sich die Lokalgruppe Frankfurt wieder zurück und freut sich auf zahlreiche Events im Jahr 2016. Im April konnten wir wieder ein spannendes Event für euch auf die Beine stellen. Mehr...

Wir würden uns über eine rege Teilnahme von Eurer Seite freuen. Jeder ist willkommen – egal ob Student, Gründer oder Professional!

Wann: 28. April 2016 um 19:00 Uhr

Wo: Authada GmbH, Haardtring 100, 64295 Darmstadt

Wie: Anmeldung via Eventbrite

AUTHADA, ein junges Hightech-Startup der Hochschule Darmstadt, dem Hotspot für IT-Security in Europa, ist mit seiner Technologie in der Lage, durch eine mobile Anwendung mittels Smartphone und elektronischer Identität die Überprüfung der Anwenderidentität über Telefonie und Web-App sicherzustellen. AUTHADA steht für IT-Sicherheit made in Germany: Das Kernteam verfügt über eine langjährige wissenschaftliche Expertise in Authentisierungslösungen, Telekommunikation und Big Data.

Mit seinem gleichnamigen Produktbündel beendet AUTHADA die Zeiten von PostIdent und verbessert nachhaltig die Sicherheitsbedürfnisse von Kunden, die auf eine Videolegitimation angewiesen sind.

AUTHADA liest die elektronische Identität (eID) des Personalausweises über die NFC-Schnittstelle eines Smartphones aus. Damit ermöglicht die Technologie eine mobile und sichere Identifizierung von Bestands- und Zielkunden in Echtzeit. Das Neue und Besondere dieser Lösung liegt in dem patentierten Verfahren einer mobilen Überprüfung der Anwenderidentität. Gründer und Geschäftsführer Andreas Plies wird uns in einem spannenden Vortrag viel über die Gründungsgeschichte, die Herausforderungen eines jungen Startups und die hochmoderne Technologie von AUTHADA erzählen können.

Tobias, Michael und Lasse

www.startupnetzwerk.org

ZEIT
Donnerstag, 28. April 2016, von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr

ORT
Authada GmbH - Schöfferstr. 3 Hochschule Darmstadt, Gebäude C10 (Hochhaus), 13.OG - Senatssaal, 64295 Darmstadt

Gefördert durch:

Das Vorhaben „EXIST-Forschungstransfer: AUTHADA GmbH“ wird im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Dieses Projekt (HA-Projekt-Nr.: 499/16-11) wird im Rahmen von Hessen ModellProjekte aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert.